Wie verändert sich das Leben mit Baby? 5 Dinge, die anders werden!

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Es ist und bleibt wohl das einschneidendste Erlebnis für viele Paare: zum ersten Mal Eltern zu werden. Wenn sie auf der Geburtsstation endlich das eigene Baby, so klein und restlos schutzlos ausgeliefert, im Arm halten, wenn ein neues Leben beginnt, ja, das ist schlichtweg für die meisten Menschen der schönste und größte Moment ihres Lebens.

Aber was genau ändert sich eigentlich an unserem „alten“ Leben, an unserem Tagesablauf, wenn wir auf einmal zu dritt sind? Dieser Frage sind wir einmal genauer nachgegangen, damit sich alle werdenden Eltern schon einmal zumindest gedanklich auf die anstehenden Änderungen vorbereiten können (P.S es lohnt sich!!)…

 

1. Verrückte Schlafenszeiten

Schon kurz nach der Geburt denken viele Eltern mit großer Nostalgie an ihre acht Stunden Schlaf „von früher“ zurück. Was vorher noch ganz normal erschien, ist auf einmal purer Luxus. Es ist wahrscheinlich die erste ganz große Veränderung, die sich sowohl physisch als auch psychisch rasch bei beiden Eltern bemerkbar macht, sobald das Kleine Wunder auf der Welt ist. Vorbei ist es nun, mit langem Ausschlafen – geschweige denn Durchschlafen. Gerade stillende Mamas sind dem neuen Rhythmus vielmals noch stärker als die Papas ausgesetzt und haben meistens schon vor der Geburt ein Schlafdefizit angesammelt, da die Nächte für die werdenden Mütter im letzten Trimester vor der Geburt bereits wesentlich unruhiger als gewohnt ausfallen.
Aber auch immer mehr Papas übernehmen einige Nachtschichten und geben das Fläschchen oder übernehmen die eine oder andere Wickelsession. Kein Wunder also, dass beide Eltern bald zu zombiartigen Wesen mutieren 😊. Damit das Schlafpensum wieder angehoben wird, empfehlen wir das Lesen unserer „Durchschlaftipps“ – und das Nutzen jeder Minute Ruhe & Schlaf, die ihr bekommen könnt!

 

2. Guten Morgen liebe Sorgen…

Wer noch mit Anfang zwanzig sorg- und arglos in jede Achterbahn stieg und auch beim Bungee-Sprung, wenn überhaupt, höchstens zweimal überlegt hat, bevor er/sie sich in die Tiefe hat fallen lassen, der schreckt jetzt bereits aus dem Schlaf auf, wenn das Neugeborene daneben lediglich ein paar „komische“ Geräusche von sich gibt oder unruhig zuckt.

Ja, mit der Ruhe ist es erstmal vorbei – und mit der Sorglosigkeit auch! Es muss auf einmal ganz schön viel Verantwortung übernommen werden – und das eben nicht einfach mehr nur für sich selbst, sondern eben und gerade auch für das eigene Kind, die frisch gegründete Familie: Ist alles in Ordnung? Entwickelt sich mein Kind „normal“? Haben wir genügend finanzielle Sicherheit?

Das sind alles Fragen, die (auf einmal) aufkommen, aber auch, was sich gerade wohl so im Job abspielt, während man zu Hause das Kind betreut, wie und wann der Wiedereinstieg aussehen soll usw.

Aber keine Panik: für alles gibt es eine Lösung und fast immer wird alles gut! Familie und Freunde sind zu dieser Zeit besonders wichtig, aber auch öffentliche Stellen, die Hebamme wird zur besten Vertrauten. Und das Wichtigste dabei: sich immer wieder zu sagen, man ist nicht allein! Und externe Hilfe immer wohlwollend verstehen und sich nicht scheuen, sie auch in Anspruch zu nehmen.

 

3. Ordnung ist das halbe Leben

Ja, Oma, du hast ja sooo Recht! Gut organisiert zu sein, macht den Alltag wirklich enorm viel einfacher. Aber wie soll denn das bitte gehen, mit einem Neugeborenen, dessen Tagesablauf ungefähr so aussieht: Cry – Eat – Pee – Repeat. Ok, das schlafen dazwischen haben wir jetzt mal unterschlagen. Da wird dann tatsächlich auch die Gelegenheit genutzt, den Geschirrspüler kurz anzuschmeißen und die Waschmaschine voll zu bekommen. Eine Dusche ab und zu ist auch mal schön. Und der eigene Magen knurrt ja schließlich auch. Aber so richtig aufräumen? Staubsaugen? Den Boden wischen? Oder den Schriftverkehr erledigen? No Chance! So viel Zeit bleibt einfach nicht, überall hinterherzukommen.
Also: durchatmen und akzeptieren, dass nach der Geburt erstmal das Zuhause wie nach einem Atombombenanschlag aussieht. Und auch hier raten wir: so viel Hilfe von außen annehmen, wie man eben bekommen kann!

 

4. Baby – ein Beziehungskiller?

Um es gleich mal vorweg zu nehmen: Ja, das erste Jahr mit Baby ist schwierig – auch für die Beziehung. Aufgrund der Nachwirkungen nach der Schwangerschaft, des Schlafmangels, der starken körperlichen und psychischen Veränderung, die Frauen in kürzester Zeit durchmachen, aber auch aufgrund des Chaos, das meist mit dem Nachwuchs in den Alltag einzieht, liegt das Nervenkostüm der frisch gebackenen Eltern häufig blank. Die gute Nachricht: Das ist „normal“, da vor Baby einfach ein komplett anderes Leben geführt wurde und sich beide Partner erst einmal in ihrer neuen Rolle einfinden müssen.

Im Team schafft ihr es

Papa und Mama müssen also besonders gut zusammen helfen und jeweils viel Verständnis und Geduld für die jeweilige Situation des anderen aufbringen. Denn nur so meistert ihr als Team diese große Umstellung und sorgt dafür, dass euer Liebling eben kein Beziehungskiller ist. Holt euch Hilfe von Außen, sorgt für Kuschelzeit zu Zweit, oder auch mal einen netten Abend im Restaurant – auch im ersten Babyjahr. Es ist wichtig, weiterhin über euch als Paar zu reden und eben nicht nur über das Baby. Denn viele Paare verlernen mit dem Kinderkriegen die Kommunikation als Partner. Papas, übernehmt viele Aufgaben im Haushalt, ja, auch nach Feierabend und Mamas, bleibt auch „Frau“! Viele haben nach der Geburt nur noch Augen für ihr Baby – doch vergesst auch den Papa nicht! Ihr bleibt beide weiterhin Partner, neben Mama & Papa für euer Kind.

 

5. Mental Load

Während man sich vor der Geburt lediglich um seine eigene kleine Person kümmern muss, wird von den frisch gebackenen Eltern nun weitaus mehr Organisationstalent gefordert. Man muss an die Windeln denken, aber auch an den Zeitpunkt für das nächste Fläschchen. Die Einkaufsliste wird im Kopf angelegt, und, auf dem Rückweg vom Supermarkt noch schnell das Rezept beim Kinderarzt abgeholt. Ach ja, und Schwiegermama hat ja bald Geburtstag. Also auch noch eine Karte und ein nettes Geschenk besorgen. Den Kuchen backen – aber auf jeden Fall einen ohne Eier, wegen dem Cholesterin und die Wäsche noch bügeln…
Besonders Frauen sind dem „Mental Load“ ausgeliefert, der das geistige Auflisten der zu erledigenden Aufgaben bezeichnet. Jeden Menge Denkarbeit, die also neben der körperlichen Arbeit noch dazu kommt – und mit Kind(ern) erheblich zunimmt.

Deshalb ist es wichtig, sich von Anfang an vom Bild einer „perfekten“ Mutter zu verabschieden. Und die Haushaltsarbeit am besten schon vor dem Kinderwunsch klar aufteilen – damit eben nicht alles rein an Mama hängen bleibt. Noch ein Tipp: Listen vom Kopf aufs Papier bringen, dann ist er wieder frei für die schönen Dinge im Leben!

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