Welche Windelgröße: Das große Rätsel für frisch gebackene Eltern

Keine Frage: Dein Baby ist das süßeste Wesen der Welt! Doch auch ein solches Wunder wie dein kleiner Schatz erledigt seine menschlichen Geschäfte und die sind bei aller Verzückung nicht unbedingt appetitlich. Täglich bist du in Gedanken den Erfindern der Einwegwindeln dankbar, die es dir ermöglicht haben, dass das Wickeln heutzutage so fantastisch unkompliziert ist.

Doch gibt es auch hier noch ein kleines Problem zu lösen: Welche Windelgröße sollst du kaufen? Es ist gar nicht so einfach, die richtige Windelgröße für dein Baby zu finden, denn schließlich ist sein Körper absolut einzigartig, so dass es nicht nur vom Alter des Babys abhängt, welche Windelgröße es benötigt. Jeder Säugling ist unterschiedlich groß und schwer – von Anfang an gibt es erhebliche Unterschiede. Deshalb helfen wir dir herauszufinden, welche Windelgröße deinem Schatz perfekt passt, damit auch nichts daneben geht.

Welche Windelgröße: Vermeide das Dilemma im Supermarkt

Unterschätze keinesfalls die Frage, welche Windelgröße dein Baby braucht: Die passende Windelgröße ist nämlich für eine auslaufsichere Windel extrem wichtig. Außerdem reiben zu kleine Windeln auf der Haut und schränken die Bewegungsfreiheit deines Sprösslings ein. Zu große Windeln laufen wiederum aus (was für ein Spaß!) und können das Baby ebenfalls bei seinen Entdeckungen behindern.

Welche Windelgröße in welchem Alter?

Nein, falsch geraten. Die Windelgrößen richten sich nicht nach dem Alter, sondern nach dem Gewicht des Kindes, denn jedes Baby entwickelt sich unterschiedlich schnell. Allerdings gibt es auch hier eine Schwierigkeit – die Gewichtsangaben der verschiedenen Größen überschneiden sich:

  • Größe 1: 2 bis 5 kg
  • Größe 2: 3 bis 6 kg
  • Größe 3: 4 bis 9 kg
  • Größe 4: 7 bis 17 kg
  • Größe 5: 11 bis 20 kg
  • Größe 6: 14 bis 25 kg

Wann passt also welche Windelgröße? Des Rätsels Lösung bleibt weiter spannend. Wesentlich für die Auswahl der Windelgröße ist auch der Körperbau deines Knirpses. Ein großes Baby kann 7 kg auf die Waage bringen, aber sehr schlank sein: In diesem Fall sitzt eine „Midi plus“ vielleicht besser als eine „Maxi“, obwohl beide für 7 kg bestimmt sind. Demgegenüber passt ein kleineres, aber rundlicheres Baby, das genauso viel wiegt, hervorragend in die „Maxi“. Wichtig zu wissen: Häufig gibt es Proben, damit du dir nicht gleich eine ganze Packung in einer Größe zulegen musst.

Der Schnitt der Windel kann sich von Hersteller zu Hersteller leicht unterscheiden. Und teilweise bieten diese auch noch verschiedene Varianten einer Größe an. Um zu wissen, welche Windelgröße perfekt passt, musst du also erst einmal probieren.

Wann sitzt die Windel richtig?

Wir können es nicht oft genug wiederholen: Die Windel darf weder zu eng, noch zu weit sein. Sie sollte nicht einzwängen oder gar Abdrücke hinterlassen und dein Baby sollte sich mit der Windel frei und ungehindert bewegen können. Immerhin trägt es sie fast ständig! Wichtig ist ebenfalls: Die Windel muss natürlich möglichst dicht halten. Deshalb darf sie auch nicht zu locker sitzen. Gar nicht so einfach zu entscheiden, welche Windelgröße du ihm anziehst. Dabei ist Folgendes besonders hilfreich: Passen etwa zwei Finger zwischen Windel und Bauch deines Babys, hast du einen Volltreffer gelandet.

Anzeichen dafür, dass die Windel nicht richtig sitzt

Die Windel spannt am Bauch

Niemand möchte sich am Bauch eingeengt fühlen. Wenn du feststellst, dass die Windel deines kleinen Schatzes am Bauch sehr eng sitzt und auch die Klettstreifen keinen zusätzlichen Platz hergeben und aufs Äußerste ausgereizt sind, dann ist es höchste Zeit für eine größere Windel! Denn ein bis zwei Finger sollten immer zwischen Bäuchlein und Windel passen, auch das können wir nicht oft genug betonen.

Du entdeckst Druckstellen von der Windel an den Beinen

Babys Beinchen werden „abgeschnürt“? Achte beim Wickeln darauf, ob die Windel Druckstellen oder Striemen hinterlässt. Sollte dies der Fall sein, wechsle unbedingt zur nächstgrößeren Windel! Dein Kleines verbringt immerhin jede Stunde des Tages in seiner Windel. Es soll darin fantastisch schlafen, toben, spielen und krabbeln können, um Freude an seinem kleinen Erdenleben zu haben, die es dann mit seinem entzückenden Lachen an euch weitergibt.

Die Windel läuft immer öfter aus

Wenn die Windel regelmäßig ausläuft, könnte das verschiedene Ursachen haben. Gehen wir der Sache auf den Grund:

  1. Die jetzige Windelgröße ist zu klein und bietet nicht ausreichend „Fassungsvermögen“ für den explosiven Inhalt, für den sie bestimmt ist.
  2. Die Windel ist zu groß und sitzt zu locker. Kleiner Tipp: Die Windel darf an Po und Beinchen keinen Spalt lassen.
  3. Es liegt gar nicht daran, welche Windelgröße du gewählt hast, sondern die derzeitige Windel ist einfach nicht saugfähig genug, obwohl sie gut sitzt. In diesem Fall solltest du lieber nach einer neuen Marke Ausschau halten, denn das könnte vor allem nachts zu bösen Überraschungen führen, auf die du nun wahrlich verzichten kannst.

Wann benötigt mein Kind eine größere Windelgröße?

Die putzigen kleinen Monster wachsen in den ersten Lebensmonaten meist schnell. Es ist zum Verzweifeln oder Staunen, je nachdem ob du gerade an das Kleidungsbudget von Knirpsi denkst oder vor Stolz auf deinen Nachwuchs ganz aus dem Häuschen bist. Teilweise passen Pullis und Strampler schon nach zwei Wochen nicht mehr richtig. Logischerweise verhält sich das mit den Windelgrößen genauso. Folgende Anzeichen sprechen dafür, dass dein Baby eine größere Windelgröße dringend nötig hat:

  • Die Windel schließt nicht mehr: Wenn sich die Verschlüsse nicht mehr in der Mitte befestigen lassen, sondern nur noch am Rand, braucht ihr eine größere Windelgröße.
  • Die Windel läuft aus: Sobald die Windel nicht mehr dicht hält und regelmäßig ausläuft (mmh … lecker), wirst du dich nach einer neuen Windelgröße umsehen müssen. Mit steigender Größe nimmt auch die Saugkraft der Windel zu. Dennoch Vorsicht: Auch eine zu große Windel kann auslaufen, also denke daran – wir wiederholen es gern noch einmal – wenn mehr als zwei Finger zwischen Bund und Babybauch passen, ist die Windel zu groß.

Wohlfühlwindel: Nicht nur eine Frage der Größe

Neben der Frage, welche Windelgröße dein Zwerg braucht, gibt es natürlich noch andere wichtige Aspekte, die für das Wohlbefinden seines Allerwertesten zu beachten sind, denn an seinen Po soll natürlich auch sonst nur das Beste gelangen!

Auf dem heimischen Wickeltisch kannst du einfach einen weichen Waschlappen mit warmem Wasser verwenden, um den Po und die Genitalien beim Windelwechseln zu reinigen. Unterwegs eignen sich Feuchttücher besser. Ganz wichtig: Achte darauf, dass diese parfumfrei, pH-neutral und hautschonend sind.

Wenn du das schwierige Rätsel gelöst und herausgefunden hast, welche Windelgröße deinem Baby perfekt passt, und du auch seinen Po gut pflegst und schonst, fühlt sich das süßeste Wesen der Welt rundum wohl, egal ob es noch in der Wiege fröhlich vor sich hin strampelt oder bereits auf Entdeckungstour die Wohnung unsicher macht und dich damit auf Trab (und topfit) hält.