Windeleimer: Was ist das?

Windeleimer

Das freudige Ereignis rückt immer näher: Ein neuer Mensch wird bald das Licht der Welt erblicken und euer Leben auf den Kopf stellen. Als werdende – und noch nichts von dem anstehenden Chaos und den schlaflosen Nächten ahnende – Eltern richtet ihr voller Vorfreude das Babyzimmer ein. Ihr kauft ein Babybett, einen Kinderwagen, einen Laufstall, Spielzeug und bezaubernde Babykleidung zum Dahinschmelzen. Natürlich denkt ihr auch an das Windeln eures Sprösslings und besorgt einen robusten und komfortablen Wickeltisch. Aber wohin mit schmutzigen Windeln? Lasst euch vom süßen Antlitz eures Babys nicht täuschen. Bald werdet ihr riechen, wozu es in der Lage ist. Genau dafür gibt es Windeleimer.

In den ersten Wochen wird der Windeleimer vielleicht noch kein großes Thema sein, denn oft reicht ein einfacher Eimer mit Deckel und Müllbeutel darin völlig aus. Spätestens ab der Gabe von Beikost sieht die Sache allerdings schnell anders aus und das verliebte Gesicht junger Eltern verzieht sich schnell zu einer ungläubigen Grimasse, da es doch nicht sein kann, dass so ein kleines Wesen einen solchen Gestank erzeugt. Oh doch! Glaube uns: In dem Moment wünschst du dir nichts sehnlicher als einen speziell für eine geruchshemmende und hygienische Entsorgung von Windeln entwickelten Windeleimer. Doch warum warten, bis die Stinkbomben deines Babys dich um den Verstand bringen? Little Big Change verrät dir alles Wissenswerte, um den besten Windeleimer für dich und dein Baby zu finden.

Windeleimer im Test: Welches Windeleimer-System ist besser?

Natürlich ist es am einfachsten, einen ganz normalen Eimer mit Deckel zu benutzen und ihn mit Standard-Müllbeuteln aus dem Supermarkt auszulegen. Doch wenn der Eimer nicht absolut dicht ist, ständig umfällt oder sich beim Windelwechseln als unpraktisch erweist, versteht auch der größte Windeleimerskeptiker, warum es Windeleimer gibt. Dank diesen kannst du beschmutzte Windeln geruchsfrei aufbewahren, bis der Beutel voll ist und in den Hausmüll geworfen werden kann.

Ein besonderes Modell des Windeleimers ist der Windeltwister. Für diesen werden keine üblichen Müllbeutel verwendet, sondern spezielle Folienkassetten, die die Windeln luftdicht einschließen. Dadurch sind die gefürchteten Stinkbomben absolut geruchsfrei verpackt. Das Ganze hat allerdings auch seinen Preis.

Windeleimer für kleine Budgets

Für Sparfüchse empfehlen wir einen schlichten Windeleimer, wie zum Beispiel den Rotho Windeleimer. Mit einem Preis von knapp über zehn Euro sind die Anschaffungskosten sehr gering und man kann normale Supermarkt-Müllbeutel benutzen, so dass sich die Kosten über den gesamten Wickelzeitraum in Grenzen halten.

Die üblichen Windeleimer sind klein und nehmen wenig Platz weg. Allerdings ist dadurch natürlich auch ihr Fassungsvermögen relativ gering, so dass sie häufiger geleert werden müssen. Wenn sich viele Windeln im Eimer ansammeln und gegen den Deckel stoßen, kann es vorkommen, dass der Deckel nicht richtig verschlossen ist und wir alle wissen, was das bedeutet: Strapazierte Geruchsnerven. Ein anderer Nachteil besteht darin, dass solch ein einfacher Eimer beim Öffnen zum Umkippen neigen kann, wenn er leer ist. Und wenn du neben schlaflosen Nächten dein neues Alltagschaos zu managen hast, kannst du auf solche Zwischenfälle gern verzichten.

Windeltwister: Einfach und praktisch

Sie gelten als der Rolls-Royce unter den Windeleimern: Windeltwister-Systeme funktionieren nicht mit üblichen Supermarkt-Müllbeuteln, sondern erfordern sogenannte Folienschläuche. Nach jeder Windel verdreht sich der Schlauch im Inneren des Eimers, damit jede Windel mitsamt ihrem Gefahrengut einzeln und geruchsdicht verschlossen ist. Ein Segen für geplagte Elternnasen.

Windeltwister sind die absoluten Stars gegen unangenehme Gerüche. Auch der Anschaffungspreis ist mit ungefähr 13 Euro extrem verlockend. Aber es gibt einen Haken: Bei dieser Art Windeleimer musst du wie gesagt spezielle Nachfüllkassetten verwenden, die vergleichsweise teuer sind und die Gesamtkosten über den Wickelzeitraum deines zauberhaften Geruchserzeugers stark in die Höhe treiben. Eine Kassette kostet ungefähr 7 Euro. Die Meinungen im Internet liefern ein ziemlich eindeutiges Verdikt: Tolles Windeleimer-System, das hervorragend funktioniert, aber langfristig sehr teuer ist.

Little Big Change hat die Rettung: Eine Zwischenlösung

Zwischen schlichten Windeleimern und Windeltwistern gibt es unzählige Modelle, die zwar einen deutlich höheren Anschaffungspreis besitzen, jedoch mit geringen Folgekosten trumpfen, da sie mit normalen Supermarkt-Müllbeuteln verwendet werden.

Ein Beispiel für solch einen Retter in der Not ist der Diaper Champ. Er ist in drei Größen – Regular (bei einem Kind), Medium (bei 2 Kindern) und Large (für eine professionelle Nutzung) – erhältlich und funktioniert wie folgt: Die Windel wird in die Öffnung des Kopfteils gelegt, bevor man den Hebel an der Seite des Windeleimers betätigt, wodurch sich der Kopf um 180 Grad dreht und die Windel in den Eimer plumpst. Deine Nase wird es dir danken! Dieses Modell minimiert die Bildung von Gerüchen zwar nicht ganz so zuverlässig wie das Twister-System, doch die Abweichungen sind sehr gering.

Auch der Chicco Windeleimer ist solch eine Lösung zwischen Windeleimer und Windeltwister. Er besitzt ebenfalls einen eigenen Schließmechanismus, der Gerüche geschickt reduziert und das Leben aufstrebender Wickelprofis erleichtert.

Beide Modelle sind mit ungefähr 50 Euro zwar teurer als schlichte Windeleimer und geruchshemmende Windeltwister, aber da sie mit üblichen Müllbeuteln funktionieren, kosten sie langfristig weniger als das Windeltwister-System, während sie ebenfalls Gerüche verhindern.

Wie oft sollte ich den Windeleimer leeren?

Diese Frage ist leicht zu beantworten: Wenn es riecht, ist es höchste Zeit, dass du den Inhalt des Windeleimers im Hausmüll entsorgst. Je nachdem ob Sommer oder Winter, empfiehlt es sich, den Eimer alle zwei bis drei Tage zu entleeren.

Windeltwister und die geruchshemmenden Systeme müssen natürlich weniger häufig entsorgt werden und ersparen dir somit das ständige Müllrausbringen.

Auch hier erweisen sich der Diaper Champ und der Chicco Windeleimer als Sieger im Windeleimer-Test, da sie kostengünstiger sind als Windeltwister und praktischer als ganz einfache Eimer.

So findest du den richtigen Windeleimer

Auch wenn unsere Favoriten feststehen, fällt dir die Auswahl in Anbetracht der Fülle an Varianten und Modellen vielleicht schwer. Little Big Change verrät dir die ultimativen Fragen, die dich dabei unterstützen, den perfekten Windeleimer für dich ausfindig zu machen:

  • Willst du den Eimer auch nach der Wickelzeit weiternutzen und darin zum Beispiel Restmüll entsorgen oder Gegenstände aufbewahren? Dann ist ein einfacher Kunststoffeimer mit Deckel die richtige Wahl.
  • Geht es dir vor allem darum, deine Nase zu schonen? Dann entscheide dich für den Windeltwister oder eines der anderen geruchshemmenden Systeme, die etwas teurer in der Anschaffung sind.
  • Du möchtest dein neues Leben nicht ständig auf dem Weg zur Mülltonne verbringen und würdest den Windeleimer am liebsten nur alle drei bis vier Tage leeren, ohne dass es im Babyzimmer stinkt? Dann achte auf das Fassungsvermögen des Eimers sowie die Geruchshemmung.
  • Ist dir eine einfache Bedienung wichtig? Dann empfehlen wir dir einen Windeleimer mit Pedal oder ein Modell mit einem Verschluss, der durch einfaches Antippen hochspringt.