Schwanger mit 20, 30 oder 40 Jahren: Wann ist das ideale Alter für das erste Kind?

schwanger mit 40

Das Leben steckt voller Überraschungen und Möglichkeiten. Und je nachdem in welcher Lebensabschnittsphase wir uns gerade befinden, versuchen wir das Beste aus unserem Leben zu machen und möglichst viele richtige Entscheidungen zu treffen. Je nach Alter, Lebenslage und Umstand müssen wir uns also für einen Weg entscheiden. Eine der einschneidendsten Entscheidungen ist wohl die des richtigen Zeitpunkts für das erste Kind. Doch wann ist dieser da? Oder gibt es ihn überhaupt? Den richtigen Moment, Eltern zu werden?  

Schwanger mit 20: Das ideale Alter für das erste Kind?

Was für unsere Vorfahren total natürlich erschien, nämlich mit der Volljährigkeit zu heiraten und dann eine Familie zu gründen, wirkt heute vielfach sehr verfrüht: Eine Schwangerschaft mit Anfang 20 oder sogar noch eher wird meistens mit Skepsis gesehen bzw. schnell mal als nicht unbedingt gewollte Schwangerschaft abgestempelt. Dabei zählte um 1900 eine Frau, die mit 20 schwanger war, bereits zu den Spätgebärenden. 

Heutzutage, im 21. Jahrhundert, wird in unserer doch so modernen Gesellschaft eine frühe Schwangerschaft, noch während der Ausbildung oder gerade erst nach abgeschlossenen Studium, als verfrüht eingestuft: ist das Paar solide genug? Wie steht es mit den finanziellen Möglichkeiten? Warum sich die Zukunft und die gerade gewonnenen Freiheiten schon so früh mit einem Kind verbauen? Das alles sind Fragen und Reaktionen, mit denen junge Eltern konfrontiert werden.

Ihr werdet das Kind schon schaukeln!

Allen jungen Paaren sei daher gesagt: Lasst euch nicht negativ beeinflussen! Zum einen ist es eure ganz persönliche Entscheidung. Zum andern hat eine frühe Schwangerschaft durchaus viele Vorteile. Denn junge Paare haben z.B. den entscheidenden Vorteil, auf dem Höhepunkt ihrer Fruchtbarkeit bzw. Empfängnisfähigkeit zu sein. Während “ältere Paare” oft mehrere Versuche unternehmen müssen, um ihren Kinderwunsch zu realisieren, klappt es bei jungen Paaren meistens ganz flott! Keine Enttäuschungen wegstecken zu müssen, weil es mal wieder nicht geklappt hat, keine kostspielige Hilfe von Außen… All das kann viel Stress und Belastung für die Beziehung bedeuten, die ihr euch bei einem Kinderwunsch in jungen Jahren eventuell sparen werdet.    

Junge Frauen gehen manchmal auch viel stressfreier mit ihrer Schwangerschaft um, da sie einfach noch weniger von Alltagssorgen heimgesucht werden. Sie haben ein starkes Urvertrauen, dass sich schon alles gut entwickeln wird – und haben dabei auch meistens recht. Denn 90 % aller Sorgen, die wir uns in unserem Leben machen, sind doch letztlich unbegründet.  

Neben einer besseren Stressbewältigung haben junge Frauen noch einen weiteren Vorteil: sie erholen sich schneller von der Schwangerschaft und der anstrengenden Geburt und stecken auch die kürzeren Nächte oft besser weg. Durchfeierte Nächte sind eben noch gar nicht so lange her 🙂

 

Eine solide Beziehung ist ein guter Grundstein für die Familiengründung

Ist die Beziehung des Paares solide und hat es bereits eine gewisse Reife erreicht, kann es sich glücklich schätzen, denn gerade für eine Familiengründung ist das besonders wichtig! 

Paare, die besonders jung zum ersten Mal Eltern werden, erhalten von ihrem Umfeld nicht immer positive Unterstützung (im übrigen genauso wenig wie bereits etwas ältere Paare). So kann einem Arzt bei der Ankündigung der Schwangerschaft schonmal ein “Ich weiß nicht, ob es sich um eine gute oder schlechte Nachricht handelt…” herausrutschen. 

Junge Paare sollten sich durch solche Phrasen nicht verunsichern lassen – egal, ob es nun ein Arzt ist, oder ein Familienmitglied: Nicht jeder hat nun mal das nötige psychologische Feingespür. Man sollte also am besten mit Gelassenheit darauf reagieren, gegebenenfalls auf das fehlende Taktgefühl hinweisen und sich auf keinen Fall die Freude auf das kommende und freudige Ereignis nehmen lassen!

Schwanger mit 30 Jahren: der europäische Durchschnitt

In der EU liegt das Durchschnittsalter von Frauen, die ihr ersten Kind bekommen bei 29,4 Jahren, in Deutschland bei 30,1 Jahren. Ist das bei dir der Fall, befindest du dich also in der Altersgruppe, in der sich die meisten Paare für ein erstes Kind entscheiden. 

Das liegt daran, dass nach der Ausbildung bzw. dem Studium die ersten Jahre vollkommen in den Job investiert werden. Jede Aufstiegsmöglichkeit wird versucht, wahr genommen zu werden und der Wunsch, die Karriereleiter nach oben zu klettern ist mit Mitte 20 besonders groß. 

Vielleicht habt ihr euch auch als Paar gerade zu dieser Zeit kennengelernt, während des Studiums, oder sogar auf der Arbeit? Meistens hat man erst Lust sich näher kennenzulernen, nach ein paar Monaten zusammenzuziehen, dann gemeinsam ein paar Mal in den Urlaub zu fahren, bevor man anfängt zu ahnen, dass aus dem Zusammensein mehr werden könnte: dass man vielleicht den Partner fürs Leben gefunden hat!

Nach den ersten Erfahrungen im Job, mehreren Arbeitgebern, ein paar Jahren in der festen Beziehung fühlt man sich sicherer und denkt über den nächsten Schritt nach. Hinzu kommt die berühmte biologische Uhr, die gerade Frauen Anfang 30 über das erste Kind nachdenken lassen.  

Schwanger mit 30 – Frauen lesen sich mehr in die Thematik ein

Im Gegensatz zu Frauen in den Zwanzigern beschäftigen sich Frauen in den Dreißigern viel mehr mit dem Thema Schwangerschaft. Es wird viel zum Thema Schwangerschaft und Elternsein gelesen, es wird mehr auf die Ernährung geachtet, Freundinnen, die bereits das erste Kind haben, werden stundenlang befragt und im Falle eines negativen Schwangerschaftstests oder eines frühzeitigen Abgangs ist die Enttäuschung immens. Auch wenn es immer wieder heißt, das sei ‘normal’ und eine von vier Frauen sei betroffen – der Druck und die Erwartungen, dass es endlich klappt, steigt von Mal zu Mal.    

Während Frauen Mitte 20 relativ schnell schwanger werden, da ihre Fruchtbarkeit zu diesem Zeitpunkt am höchsten ist, kann es bei Frauen ab 30 schon mal etwas länger dauern. Legt euch deshalb einen Fruchtbarkeitskalender zu und nutzt den Vorteil eines komfortableren Gehalts für ein paar romantische Wochenenden, die eurem Kinderwunsch auf die Sprünge helfen dürften.  

Schwanger mit 40: Hat nun die letzte Stunde für ein Baby geschlagen?

Du hast den Eindruck, dass deine Chancen, noch ein Kind zu bekommen immer weiter in die Ferne rücken? Mit beiden Beinen fest im Job verankert hast du die vergangenen 15 Jahre alles gegeben, um im Job erfolgreich zu sein, die Karriereleiter nach oben zu klimmen.

Deine Freizeit hast du in Freiheit genossen und viel Zeit in Reisen investiert… Oder du warst bislang einfach noch nicht in einer Beziehung, die dir fest genug erschien, um den Schritt der Familiengründung zu wagen, fühlst dich nun aber bereit dazu. 

ALLES IST GUT! Du musst dich nicht „schlecht“ fühlen, weil du zunächst lieber der Karriere Vorrang geben wolltest und auch kein schlechtes Gewissen haben, weil du erstmal lieber etwas von der weiten Welt sehen wolltest. Bösen Zungen solltest du kein Gehör schenken. Nicht alles im Leben ist eben planbar…

Wenn ihr euch jetzt als Paar bereit fühlt, dann packt die Gelegenheit beim Schopf und los geht’s! Und auch wenn die Uhr tickt, macht euch nicht zu viel Druck. Sprecht den Kinderwunsch beim nächsten Frauenarzttermin an. Dieser kann per Ultraschall und einer Hormonanalyse gut einschätzen, wie viele Eizellen du noch besitzt. Das ist von Frau zu Frau unterschiedlich und während manche Frauen bereits mit 30 schon eine niedrige Eizellreserve haben, haben manche Frauen mit 40 noch sehr viele Eizellen.      

Und wenn 40 das ideale Alter ist, um Eltern zu werden?

Mit 40 informieren sich Frauen mit Kinderwunsch noch mehr, als jüngere Frauen. Und zu Recht: denn in der Tat ist es mit zunehmenden Alter schwieriger, schwanger zu werden und eine gute Vorbereitung und mentale Stärke können für die kommende Zeit hilfreich sein. 

Schwangerschaften bei Frauen über 40 gelten weiterhin als Schwangerschaften mit erhöhtem Risiko. Doch auch hier gilt: Ruhe bewahren! Im Großen und Ganzen bedeutet das erstmal, dass du mehr Tests durchläufst und deine Schwangerschaft stärker überwacht wird. Letztlich also eher beruhigend. 

Wenn auch der Weg zum Wunschkind manchmal etwas länger und vielleicht auch holpriger ist, eine Schwangerschaft mit 40 oder später hat durchaus viele Vorteile: Viele werdende Eltern haben meist ein beruhigendes finanzielles Polster, das natürlich kein Grundstein für eine glückliche Familie ist, dennoch aber dafür sorgen kann, dass man vielen Sorgen, Ängsten oder Stress erstmal gelassener entgegenblickt. Freunde und Bekannte haben das Baby- und Kleinkindalter vielleicht bereits durch und können mit Rat und Tat zur Seite stehen oder geben dankend bzw. günstig die Babyerstausstattung ab.    

Der wohl größte Bonus aber: eure eigenen Eltern sind mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits im Rentenalter. Im Falle von Streik, einer kranken Tagesmutter oder einem ersehnten langem Wochenende können Opas und Omas viel unkomplizierter einspringen, als während sie selbst noch berufstätig waren. 

Wie ihr also sehen könnt: Es ist nicht das Alter, das entscheidend ist, wann der richtige Zeitpunkt für euch gekommen ist, Eltern zu werden, sondern die Bereitschaft dazu! 

 

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