9. – 12. SSW: Erste Ultraschalluntersuchung in der Schwangerschaft

SSW 12

Du bist nun im dritten Monat deiner Schwangerschaft und wartest gespannt auf deinen ersten Ultraschalltermin. Abgesehen davon, euer Baby zum ersten Mal in Bildern zu sehen (und davon einige mit nach Hause zu nehmen), dient die erste Ultraschalluntersuchung vor allem zur Prüfung, ob alles in Ordnung ist. Es wird unter anderem nachgesehen, ob sich der Embryo richtig in deiner Gebärmutter eingenistet hat. Was genau in der 9. bis 12. Schwangerschaftswoche in deinem Körper und mit Baby passiert, erfährst du in diesem Artikel.

Wie viele Ultraschalluntersuchungen werden insgesamt gemacht?

Insgesamt sind während deiner Schwangerschaft drei große Ultraschalluntersuchungen vorgesehen. Die Kosten hierfür werden von deiner Krankenkasse getragen. Falls nötig, können aus medizinischen Gründen auch weitere Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden, deren Kosten ebenfalls von der Krankenkasse übernommen werden. Es ist allerdings nicht möglich, einfach mal so eine Untersuchung durchzuführen, nur weil man Lust hat, das Baby zu sehen – aber das dürfte sich von selbst verstehen!

Wann und wie wird die erste Ultraschalluntersuchung durchgeführt?

In den meisten Fällen wird die erste Ultraschalluntersuchung zwischen der neunten und der zwölften Schwangerschaftswoche durchgeführt. Baby ist zwar noch ganz winzig, aber jetzt schon groß genug, dass ein Ultraschall Sinn ergibt. Keine Sorge übrigens, wenn ihr selbst als Eltern auf dem Bildschirm nichts erkennen könnt. Euer Arzt bzw. eure Ärztin wird euch alles genau erklären. Die erste Ultraschalluntersuchung findet meistens vaginal, also über den Scheideneingang statt. Man spricht deshalb in Medizinsprache auch von einer Vaginalsonografie. Sie ist absolut schmerzfrei und weder für dich noch für euer Baby gefährlich.

SSW 12: Was wird beim ersten großen Ultraschall gemacht?

Dein Frauenarzt bzw. deine Frauenärztin überprüft während der Untersuchung, ob es sich euer Baby in deiner Gebärmutter schön zurechtgemacht hat. Außerdem wird eine Längenmessung durchgeführt. Dadurch kann nochmals der Geburtstermin genauer bestimmt werden – und natürlich wird gecheckt, ob die Größe und auch sonst alles normal ist. Zudem klärt der Arzt bzw. die Ärztin ab, ob es sich um eine Mehrlingsschwangerschaft handelt oder nicht.

Manchmal ist es zu diesem Zeitpunkt auch schon möglich, das Geschlecht eures Babys zu bestimmen. Solltet ihr also weder Geschlecht noch bestimmte Befunde nicht erfahren wollen, dann sagt auf jeden Fall eurem Arzt vor der Untersuchung Bescheid.

Warum viel trinken vor der Ultraschalluntersuchung?

Es wird gesagt, dass man vor jeder Ultraschalluntersuchung viel trinken soll. Das hat den Grund, dass dadurch die Blase voll ist und so von unten gegen die Gebärmutter drückt. Das sorgt dafür, dass zusammen mit der Flüssigkeit ein höherer Kontrast entsteht und so das Baby im Bauch besser zu sehen ist.

Was kann man auf dem ersten Ultraschallbild sehen?

Während dein Baby vor dem dritten Schwangerschaftsmonat erst wenige Millimeter groß war, geht von nun an sein Wachstum in rasanten Schritten voran. In der neunten Schwangerschaftswoche misst dein Baby bereits etwa 1,5 cm bis 2,5 cm. Auf dem Ultraschallbild kann man zu diesem Zeitpunkt schon so etwas wie kleine Finger und Zehen erkennen und der kleine Fötus ist in der Lage, seine Arme und Beine zu bewegen. Auch sind viele Organe bereits ausgebildet, wie zum Beispiel die Leber, die in der 9. SSW die Blutbildung beginnt. Natürlich wird auch überprüft, ob das kleine Herz eures Schatzes in Ordnung ist und ihr könnt während der Ultraschalluntersuchung normalerweise auch seine Herztöne schlagen hören!

Kann man in der 9. SSW bereits ein Bäuchlein erkennen?

Ob man in der neunten Schwangerschaftswoche bereits von Außen sehen kann, ob du schwanger bist oder nicht, ist tatsächlich von Frau zu Frau unterschiedlich. Bei den meisten Frauen ist der Bauch zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft noch normal, doch einige haben bereits Schwierigkeiten, die Hose zu schließen. Viele Frauen berichten auch, dass sich das Bäuchlein bei der zweiten Schwangerschaft früher wölbte, als bei einer Erstschwangerschaft – unser Körper scheint eben ein Gedächtnis zu haben!

Verschärfter Geruchs- und Geschmackssinn

Eine einschneidende Veränderung ab der neunten Schwangerschaftswoche (9.SSW) dürfte dein veränderter Geschmacks- und Geruchssinn sein. Du nimmst nun bestimmte Düfte und Geschmäcker viel intensiver wahr. Das ist tatsächlich keine Einbildung, sondern ein natürlicher Schutzmechanismus, der dein Baby im Bauch vor eventuellen Gefahren schützt.

Sei es nun Tabakgeruch, ein bestimmter Käse oder auch künstliche Duftstoffe – Vieles ist plötzlich nicht mehr riech- oder genießbar und der Gang durch das Waschmittelregal im Supermarkt ist auf einmal unerträglich! Du kannst zu diesem Zeitpunkt ruhig deinem Instinkt vertrauen und alles, was deiner Nase „stinkt“ verlässlich umgehen – es wird dir und deinem Baby nur guttun!

Wann verschwindet endlich die lästige Schwangerschaftsübelkeit?

Ist dir in der 9. SSW immer noch übel, ist das leider nichts Ungewöhnliches. Aber wir können dich beruhigen: Es wird nicht mehr lange dauern! In der Regel verschwindet die Schwangerschaftsübelkeit mit der 12. Schwangerschaftswoche. Bis dahin sollten sich dein Hormonhaushalt und dein Stoffwechsel umgestellt haben und dein Körper hat sich an die Schwangerschaft, was das betrifft, gewöhnt! In unserem Artikel „Was hilft gegen Schwangerschaftsübelkeit“ findest du wertvolle Tipps, die dir helfen können.

Wann findet das zweite und das dritte Screening statt?

Die drei großen Ultraschalluntersuchungen werden in der Fachsprache auch oft als Screening bezeichnet. In der Regel findet die zweite große Ultraschalluntersuchung zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche statt. Das letzte Screening wird zwischen den Schwangerschaftswochen 29. und 32 durchgeführt. Beide Screenings erfolgen dann über die Bauchdecke.

Wann spricht man von einer Risikoschwangerschaft?

Manchmal hört man in der neunten Schwangerschaftswoche den Begriff „Risikoschwangerschaft“. Davon sollte man sich erstmal nicht beunruhigen lassen, denn es bedeutet nicht, dass deshalb gleich mit Komplikationen bei der Schwangerschaft zu rechnen ist. Vielmehr werden bestimmte Schwangerschaften unter diesem Begriff geführt, weil zusätzliche Untersuchungen vorgenommen werden, die Schwangerschaft also besonders überwacht wird. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Schwangere unter dem Diabetes-Typ 1 leidet, oder bereits eine Fehlgeburt hinter sich hat. Auch schon etwas ältere Frauen, die als Spätgebärende eingestuft werden, fallen in der Regel unter sogenannte „Risikoschwangerschaften“.

 

Aber wie gesagt: solange alle Untersuchungen normal verlaufen, solltest du dir darüber keine Gedanken machen und deine Schwangerschaft in aller Ruhe sowie in vollen Zügen genießen.

 

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