Wehen fördern: Wie kann man die Geburt natürlich einleiten?

Wehen fördern

Das Ende deiner Schwangerschaft naht und du stehst nun kurz vor der Entbindung? Es handelt sich also nur noch um ein paar Stunden bzw. Tage bis ihr euer Baby endlich auf der Welt willkommen heißen dürft. Doch bis jetzt lässt Baby noch auf sich warten und macht keine Anstalten, dass es bald das Licht der Welt erblicken will? Damit du Mutter Natur ein wenig auf die Sprünge helfen kannst, haben wir dir nachfolgend ein paar wertvolle und vor allem natürliche Tipps zusammengestellt, wie du deine Wehen fördern kannst.

Natürlich die Wehen fördern: Sex mit dem Partner

Eine der wohl bekanntesten und ältesten Methoden, um das Einsetzen deiner Geburtswehen fördern ist die, mit dem Partner kurz vor dem Entbindungstermin nochmals Sex zu haben! Der Grund? Die männlichen Spermien enthalten das Hormon Prostaglandin, das eine Reifung des Muttermundes beschleunigen kann. Bekommt man dann als Bonus auch noch einen Orgasmus, werden die Chancen auf das Einsetzen der Geburtswehen nochmals erhöht. Denn durch den Höhepunkt wird dann vom weiblichen Körper zusätzlich das Lusthormon Oxytocin ausschüttet, das Wehen stimulierend wirkt. Ob es wirklich hilft? Wir würden sagen: Probieren geht über Studieren! Denn wenn die Methode auch seit Jahrhunderten bekannt ist, ein
Zusammenhang zwischen Sex und der danach einsetzenden Geburt konnte bis heute wissenschaftlich noch nicht belegt werden. Den Gedanken daran finden wir allerdings alles andere als unangenehm! Also, legt euch kurz vor der Geburt nochmal schön ins Zeug!

Ist Sex während der Schwangerschaft gefährlich für mein Baby?

Übrigens: Falls du noch nicht kurz vor dem Geburtstermin steht, dürft ihr trotzdem weiterhin Sex miteinander haben. Ihr müsst deshalb nicht befürchten, dass euer Baby zu früh auf die Welt kommt. Bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft hilft Sex zur Wehenförderung nämlich nur dann, wenn das Baby ohnehin bereit wäre, auf die Welt zu kommen!

Massagen zur Förderung der Geburtswehen

Es gibt mehrere Massagemethoden, die dafür bekannt sind, die Geburt bzw. die Wehen auszulösen. Zum einen wäre da die Brustwarzenmassage. Auch sie sorgt, wie der Sex kurz vor der Geburt, zu einer Ausschüttung des Hormons Oxytocin, das, wie bereits erwähnt, wehenfördernd ist. Wie eine Brustwarzenmassage funktioniert? Ganz einfach: Du (oder dein Partner) massier(s)t ein paar Minuten lang deine Brustwarzen und vor allem auch rund um den Brustwarzenhof. Dann wird kurz pausiert und das ganze Spiel ein paar Mal wiederholt. Insgesamt kannst du deine Brustmassage dreimal am Tag durchführen. Eine Wirkung dürfte sich (wenn überhaupt) allerdings erst nach ein paar Versuchen einstellen. Durch die Massage soll nämlich das Saugen deines Babys an deiner Brust imitiert werden und bis dein Körper darauf reagiert und entsprechend das Hormon Oxytocin ausschüttet, musst du ein bisschen Geduld haben und die Brustwarzenmassage mehrmals wiederholen.

Muttermundmassage zur Geburtseinleitung

Auch durch eine Massage des Muttermundes kann deiner Geburt auf die Sprünge geholfen werden. Am besten, du lässt die Massage von deiner Hebamme, deinem Frauenarzt bzw. deiner Frauenärztin oder dem Geburtshelfer/ der Geburtshelferin durchführen. Er/sie streicht dazu mit sanftem Druck über deinen Muttermund, um diesen zum Öffnen anzuregen. Gleichzeitig wird durch die Massage des Gebärmutterhalses wiederum die Produktion der Geburtshormone angeregt. Die Muttermundmassage, die auch als Eipollösung bezeichnet wird, kann eine wirksame Methode sein, den Geburtsprozess in den darauffolgenden 48 Stunden in Gang zu setzen. Oftmals wird sie eingesetzt, bevor die Geburt durch andere Maßnahmen, wie zum Beispiel die Gabe von Wehen auslösenden Medikamenten, beschleunigt wird.

Mit Homöopathie die Geburt einleiten: welche Globuli zur Geburtseinleitung?

Auch anhand homöopathischer Arzneimittel kann die Geburt eingeleitet werden. Bekannte Globuli hierzu sind zum Beispiel die sogenannte Frauenwurzel, auch als Caulophyllum bekannt, sowie Pulsatilla, die auch Kuhschelle bzw. Küchenschelle genannt wird. Zur Unterstützung der Wehentätigkeit können v.a. Gelsemium und Belladonna sowie Bach-Blüten eingesetzt werden. Sofern eine Geburtseinleitung durch Homöopathie für dich infrage kommt, wissen dein Arzt/ deine Ärztin bzw. deine Hebamme am besten Bescheid, wie du sie einzunehmen hast. Experimentiere niemals selbst mit Arzneimitteln, auch nicht mit homöopathischen, während deiner Schwangerschaft! Dasselbe gilt übrigens für ätherische Öle. Auch sie sollten niemals ohne ärztlichen Rat während der Schwangerschaft verwendet werden.

Bewegung und Wärme können die Wehen fördern und die Geburt beschleunigen

Sofern sich deine Wehen schon in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen bemerkbar gemacht haben, kannst du durch ein warmes Bad oder Herumgehen die Wehentätigkeit beschleunigen. Mach dich jetzt aber bitte nicht alleine auf den Weg. Du solltest unbedingt eine Begleitperson bei dir haben, die dich bei deinem Rundgang begleitet. Spaziert dabei in der Nähe deines Zuhauses bzw. deiner Geburtsklinik, damit ihr, sofern es plötzlich sehr schnell gehen solltet, in unmittelbarer Nähe seid. Auch Treppensteigen kann helfen, die Wehen zu beschleunigen.

Geburt einleiten bzw. beschleunigen durch Himbeerblättertee

Ein weiteres natürliches Mittel, um deine Geburt zu beschleunigen, ist das Trinken von Himbeerblättertee. Ihm wird sowohl eine entspannende und krampflösende Wirkung nachgesagt. Außerdem heißt es, dass Himbeerblättertee die Durchblutung anregt und dadurch der Muttermund weicher würde. Somit kann er für einen leichteren Geburtsvorgang sorgen, da das Baby einfacher durch den Geburtskanal gleitet. Ab frühestens der 37. Schwangerschaftswoche kannst du damit beginnen, eine Tasse Himbeerblättertee zu trinken. In den letzten beiden Wochen der Schwangerschaft sind bis zu vier Tassen erlaubt. Allerdings ist es wichtig, dazwischen eine Woche Trinkpause zu machen, damit es nicht zu einer Überdosis der wirkenden Eigenschaften des Tees kommt.

Wann darf man keinen Himbeerblättertee in der Schwangerschaft trinken?

Bei Risikoschwangerschaften oder wenn es während der Schwangerschaft zu Blutungen kam, sollte lieber kein Himbeerblättertee getrunken werden. Gleich gilt, wenn du bereits frühzeitige Wehen hattest oder dein Muttermund bereits leicht geöffnet oder verkürzt ist.

Welche Pflanzen können die Geburt einleiten bzw. beschleunigen?

Neben dem Himbeerblättertee gibt es noch weitere Pflanzen und Kräuter, die dafür bekannt sind, Wehen zu fördern bzw. den Geburtsvorgang zu beschleunigen. Darunter zählen zum Beispiel Eisenkraut, Salbei, Schafgarbe, Ingwer, Thymian, Frauenmantelkraut, Nelken oder auch Brombeerblätter.

Wehen fördern: Nachtkerzenöl soll den Gebärmutterhals weicher machen

Auch Nachtkerzenöl ist dafür bekannt, die Wehen natürlich zu fördern und deinen Körper auf die Geburt vorzubereiten. Dabei kann das Nachtkerzenöl entweder per Kapseln geschluckt werden, oder direkt in die Scheide eingeführt. Es wird dem Öl nachgesagt, den Gebärmutterhals weicher und somit dehnbarer zu machen, was dessen Reifung beschleunigt. Eine Geburt kann dadurch weniger schmerzvoll sein. Genau wie bei den oben genannten natürlichen Mitteln zur Geburtsvorbereitung solltest du auch die Einnahme von Nachtkerzenöl auf jeden Fall mit deinem Arzt oder deiner Hebamme besprechen.

 

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