Schnell schwanger werden: Tipps für die Erfüllung des Kinderwunsches

schneller schwanger werden

Ihr seid euch sicher, dass nun der richtige Moment gekommen ist für ein Baby? Oder ihr probiert schon seit einiger Zeit schwanger zu werden, aber es hat bisher noch nicht geklappt? In jedem Fall kommen viele Fragen auf, wie man es am besten angeht. Unsere nachfolgenden Tipps dürften euch dabei unterstützen, eurem Wunsch auf die Sprünge zu helfen.

Wartet nicht zu lange mit dem Babykriegen

Das Durchschnittsalter für das erste Kind liegt in Europa bei ca. 29 Jahren, in Deutschland bei ca. 30 Jahren. Generell geht der Trend allerdings eher in die Richtung, das erste Kind noch später zu bekommen. Viele Gründe sprechen dafür: die Ausbildung ist zu Ende, die ersten Joberfahrungen wurden gesammelt, die finanzielle Lage ist stabiler, man hat (endlich) den Partner fürs Leben gefunden und bevor man sich ins Abenteuer Familie stürzen möchte, will man die gemeinsame Zeit noch ein bisschen unbeschwert genießen, vielleicht ein paar Reisen unternehmen oder ins Eigenheim investieren.

Natürlich sind alle diese Gründe legitim und total verständlich. Allerdings sollte man bei aller Rationalität der biologischen Uhr doch schon auch noch etwas Gehör schenken – und deshalb nicht allzu lange das Kinderkriegen hinausschieben. Denn in der Tat ist die Fruchtbarkeit von Männern, im Besonderen aber von Frauen in den Zwanziger Jahren am höchsten.

Mit zunehmenden Alter nehmen die Chancen auf eine schnelle und unkomplizierte Schwangerschaft stetig ab. So hat eine 30-jährige Frau statistisch gesehen etwa 75 % Chancen, im ersten Jahr schwanger zu werden. Mit 35 Jahren reduzieren sich die Chancen bereits auf 66 % und mit 40 liegen sie „nur“ noch bei 44 %.

Schneller schwanger: Den Sex auf die fruchtbaren Tage legen

Jede Schwangerschaft beginnt mit der Bekanntschaft von Spermatozoiden mit einer Eizelle. Doch diese ist nach dem Eisprung lediglich 24 Stunden lang befruchtbar. Um also eure Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen, ist es wichtig, deine fruchtbaren Tage zu kennen. Ein Fruchtbarkeitskalender kann dir helfen, diese Tage zu identifizieren – und warum nicht gerade dann ein Dinner planen oder ein entspanntes Wochenende buchen?

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Befruchtung?

Ist dein Menstruationszyklus regelmäßig, findet dein Eisprung in etwa um den 14. Tag statt. Allerdings können die fruchtbaren Tage von Frau zu Frau verschieden sein. Bei einem Babywunsch kannst du deshalb Signale deines Körpers beobachten, die dir Aufschluss darüber geben, wann ein guter Zeitpunkt gekommen ist, es zu versuchen und so eure Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen:

Du kannst zum Beispiel deine Basaltemperatur bestimmen oder deinen Zervixschleim beobachten bzw. einen Ovulationstest durchführen. Manche Frauen spüren zur Zyklusmitte auch den sogenannten Mittelschmerz. Es handelt sich dabei um eine Art Seitenstechen bzw. Ziehen auf Höhe der Eierstöcke.

Wenn du zum Beispiel deine Temperatur misst, liegt der Temperaturwert vor dem Eisprung zwischen 36,5 °C und 36,8 °C. Kurz nach dem Eisprung steigt die Temperatur leicht auf ca. 37 °C bis 37,3 °C an. Beobachtest du deinen Zervixschleim, wird dieser vor deinem Eisprung immer klarer und wechselt seine Beschaffenheit. Während er kurz nach den Tagen eher klebrig und zäh ist, wird der Zervixschleim vor dem Eisprung immer flüssiger und spinnbar, also so, als könne man einen Faden spinnen.

Wie oft Geschlechtsverkehr bei einem Kinderwunsch?

Fertilitäts-Spezialisten empfehlen, etwa alle zwei Tage um deine fruchtbaren Tage herum Geschlechtsverkehr zu haben, also auch davor. Spermien können nämlich im weiblichen Körper bis zu 5 Tage überleben. Kommt dann eine Eizelle ins Spiel, sind die Spermien bereits vor Ort und bereit zur Befruchtung.

Dennoch: ein noch so genaues Timing gibt euch keine Garantie für eine Schwangerschaft! Seid also nicht allzu enttäuscht, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Die Wahrscheinlichkeit, gleich beim ersten Versuch schwanger zu werden, liegt im Durchschnitt bei nur ca. 15 bis 20 %. Bleibt also gelassen und versucht einfach gar nicht zu sehr daran zu denken. Auch das kann nämlich helfen, nämlich ohne zu großen Druck an das Projekt „Baby“ heranzugehen.

Eine gesunde Lebenshaltung ist dem Babywunsch förderlich

Unser moderner Lebensstil ist häufig geprägt von Stress, unausgeglichener oder schlechter Ernährung und einem hohen Erwartungsdruck. All diese Faktoren können sich negativ auf die Umsetzung eures Babywunsches auswirken. Versucht also bereits bevor ihr ans Eingemachte geht, euren Lebensstil umzustellen:

Kinderwunsch: Rauchen und Alkohol sind von nun an tabu!

Stellt bei einem Kinderwunsch bitte das Rauchen ein! Tabak wirkt sich nicht nur negativ auf die Fruchtbarkeit bzw. die Spermienqualität des werdenden Vaters aus, sondern kann generell schädlich für die Entwicklung eines Babys sein. Bei Frauen senkt Rauchen die Fruchtbarkeit zwischen zehn und 40 % pro Menstruationszyklus. Bei rauchenden Männern wird die Anzahl an befruchtungsfähigen Spermien erheblich reduziert.

Und selbst wenn es mit der Befruchtung schon geklappt hat, sollten Väter weiterhin auf das Rauchen verzichten. Dass für werdende Mütter Tabak absolut tabu ist, dürfte ohnehin selbstverständlich sein!

Auch Alkohol ist bei einem Kinderwunsch nicht zu empfehlen. Was also für das Rauchen gilt, gilt gleichermaßen für den Genuss von Alkohol. Dieser ist häufig für unregelmäßige Zyklen verantwortlich bzw. wird durch Alkoholgenuss die Zahl der heranreifenden Eizellen eingeschränkt. Auch wird das Risiko von Fehlgeburten erhöht und Männer produzieren, wenn sie Alkohol trinken, weniger Spermien.

Ran an die Töpfe und selber Kochen

Es ist ja so bequem, mal schnell die Mikrowelle anzuschmeißen oder den Lieferdienst anzurufen und dort das Abendessen zu bestellen! Doch denkt immer daran: Du bist, was du isst! Und so wenig industriell gefertigte Nahrung ihr zu euch nehmt, desto dankbarer ist euch dafür euer Körper – nicht nur vor oder während der Schwangerschaft!

Um auch langfristig für euer Gesundheitskapital etwas zu tun, verzichtet auf diesen Part der Bequemlichkeit und schwingt selbst den Kochlöffel. Ihr werdet schnell feststellen: Selber Kochen ist gar nicht so schwer. Und nach ein paar Versuchen werdet ihr sehen, dass es richtig Spaß macht, selbst zu kochen.

Das gilt übrigens für die werdenden Mamas genauso wie für die werdenden Papas. Es gibt keinen Grund, weshalb im 21. Jahrhundert die Frauen häufiger hinter dem Herd stehen sollten als Männer.

Viele gute Gründe selbst zu kochen

Gedanklich kann man durch das selber Kochen schön abschalten und z.B. den Stress auf der Arbeit schneller vergessen. Wenn ihr die frischen Zutaten verarbeitet, wisst ihr, was auf eurem Teller liegt. Meistens wird das Essen auch mehr zelebriert, als wenn man nur schnell einen Karton oder eine Plastikverpackung aufreißt. Mal abgesehen davon, dass es auch schöner ist, vom Teller zu essen. Und weniger Müll fällt zudem auch an.

Kann man mit Folsäure oder Nahrungsergänzungsmitteln schneller schwanger werden?

Wer selber kocht und auf eine ausgeglichene Ernährung achtet, mit frischen, unverarbeiteten Zutaten und jeden Tag eine Portion frisches Obst und Gemüse zu sich nimmt, der benötigt im Normalfall keine Nahrungsergänzungsmittel. Dennoch kann aber die Gabe von Folsäure in den erste drei Monaten einer Schwangerschaft Sinn ergeben und manche Ärzte verschreiben bereits vor einer Schwangerschaft ein Nahrungsergänzungsmittel. Sprecht das Thema einfach bei eurem nächsten Frauenarztbesuch an.

Bei einem Kinderwunsch solltet ihr so weit es geht Stress vermeiden

Stress und Aufregung sind nie gut für unseren Körper. Wir sind verspannt, gereizt und ungeduldig. Das hat auch Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit und die Lust auf Sex. Häufig kommt bei einem Kinderwunsch noch ein hoher Erwartungsdruck hinzu, was die Sache nicht vereinfacht.

Versucht also so gut es geht euren Babywunsch mit Gelassenheit anzugehen. Bucht ab und an ein entspanntes Wochenende zu Zweit, manchmal klappt es auch im Urlaub, wenn der Kopf frei ist oder gerade zu dem Moment, wo man gar nicht mehr ans Kinderkriegen denkt, sondern einfach nur die schönste Nebensache der Welt genießt.

Pille absetzen: Wie lange dauert es bis man schwanger wird?

Als hormonales Verhütungsmittel ist die Aufgabe der Pille dem Körper eine Schwangerschaft vorzuspielen und so den natürlichen Monatszyklus der Frau zu unterbrechen. Das Absetzen der Pille bedeutet allerdings nicht, dass der Körper sofort wieder eine befruchtbare Eizelle produziert. Das kann sein, muss es aber nicht zwingend. Es kann also einige Wochen bis einige Monate dauern, bis sich wieder ein natürlicher Zyklus eingespielt hat.

Und wie lange dauert es nach dem Entfernen eines Verhütungsstäbchens (Implanon) oder der Spirale?

Ähnlich wie bei der Pille kann es eine Weile dauern, bis sich dein Körper nach der Entfernung des Verhütungsstäbchens umstellt und wieder eine befruchtbare Eizelle produziert. In den meisten Fällen dauert dies ca. drei Wochen, manchmal auch etwas mehr. Das Gleiche gilt für die Zeit nach dem Entfernen der Spirale. Wartet am besten drei bis vier Wochen, bis ihr versucht, ein Baby zu machen.

In jedem Fall solltet ihr euren Kinderwunsch mit dem Arzt deines Vertrauens, also deinem Frauenarzt bzw. deiner Frauenärztin besprechen, die euch mit wertvollen Ratschlägen zur Seite stehen können und so euren Babywunsch von Anfang an mitbetreuen.

 

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