Nachtwindel: Für wen sind sie geeignet?

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Euer Kind braucht Zeit, um zu lernen trocken zu sein. Und dafür können Nachtwindeln sehr sinnvoll sein. Für ein kleines Kind ist es natürlich schwieriger, nachts auch trocken zu bleiben. In einer Tiefschlafphase fällt es ihm schwer oder ist es gar nicht in der Lage, zu merken, dass es pullern muss.

Damit euer Kind den „heiligen Gral“ des Trockenseins erreicht, gibt es keine Wunderlösung! Einen guten Rat, den wir euch mit auf den Weg geben möchten: ihm die Zeit zu geben, die es braucht. Irgendwann wird euer Kind selber entscheiden, ob es nachts noch eine Windel tragen möchte.

Klassische Windel v.s. Nachtwindel

Im Laufe eines Tages habt ihr ungefähr alle drei Stunden das große Privileg, eurem Baby die Windel zu wechseln. Wir können eure Begeisterung förmlich spüren! Vielleicht habt ihr dennoch ein wenig Glück und euer Kind beginnt schon früh, nachts durchzuschlafen. Dann kann es vorkommen, dass es zehn bis zwölf Stunden (ein wenig Optimismus schadet ja nie) in derselben Windel verbringt. In diesem Moment erscheint die Nachtwindel als offensichtliche Ideallösung.

Nachtwindeln besitzen eine größere Saugkraft als klassische Windeln. Denn es kommt nicht in Frage, dass der Babypo feucht bleibt! Bewahrt es vor diesem unangenehmen Gefühl der Nässe, aber auch vor Hautirritationen, die das mit sich bringen könnte. Zusätzlich zu ihrer größeren Saugkraft, verhindern Nachtwindeln das Auslaufen. Ja genau, dieses Auslaufen, das so sehr nervt, wenn mitten in der Nacht das Bettchen frisch bezogen werden muss! Somit sind die Nachtmodelle auch zur größten Freude eures Babys (und natürlich eurer Nerven) mit auslaufsicheren Elementen ausgestattet. Stopp, hier geht nichts durch!

Kaufen oder nicht kaufen?

Wie bei vielen Themen in Bezug auf Babys gibt es keine allgemeingültige Wahrheit. Es ist das Verhalten eures Kindes, das bestimmt, ob es eine Nachtwindel braucht oder nicht. Wenn seine Nächte noch kurz, voller Tränen und Albträume sind und ihr es vielleicht während seiner nächtlichen Schreckensmomente mehrmals weckt, ist es möglich, dass ihr ihm dann auch gleich die Windel wechselt. Und seien wir ehrlich: Die Saugkraft der Windel wird dann eure geringste Sorge sein. In diesem Stadium reicht die klassische Windel also auch völlig aus.

Die Nachtwindel macht erst wirklich Sinn, wenn euer Kind nachts durchschläft. Und damit ihr nicht ständig aufstehen und ihm um 4 Uhr morgens die Windel wechseln müsst, kann die Nachtwindel eine optimale Lösung sein. Sie schenkt euch ein wenig Ruhe und Gelassenheit und eurem Baby das Glück, tief und fest zu schlafen.