Wie wählt man die richtige Bio-Windel?

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Babywindeln sind für Eltern ein riesiger und kaum reduzierbarer Haushaltsposten. Bei der irren Auswahl an Marken, Größen, Zusammensetzungen und Verpackungen, die zur Auswahl stehen: Wie soll man da wissen, welches Produkt das richtige ist? Wir sehen euch schon vor uns, wie ihr mit weit aufgerissenen Augen und offenem Mund vor diesem riesigen und endlosen Windelregal steht. Klar ist, dass eure Windel besonders schonend für euer Baby aber auch für die Umwelt sein soll. Gleichzeitig möchtet ihr aber auch keine waschbaren Stoffwindeln. Es gibt zum Glück Alternativen, die das Baby sauber und trocken halten UND die Umwelt schonen: Bio-Windeln!

Was ist eine Bio-Windel?

Um es knapp zu sagen: Eine Bio-Windel ist eine Wegwerfwindel, in der bestimmte toxische oder sonst schädliche Substanzen nicht enthalten sind. Das heißt, es handelt sich um Windeln, in denen ihr bestimmte Substanzen, die für das Baby und seine ganz junge Haut bedenklich sein können, nicht vorfinden werdet.

Wie finde ich die richtige Größe?

Euer Baby ist einzigartig. Körperbau, Hauttyp und vieles mehr – jeder Säugling ist anders, und auch ihre Empfindungen und Reaktionen sind unterschiedlich. Damit alles etwas klarer für euch wird und ihr die richtige Windelgröße für euer Baby leichter findet, hier eine kurze Liste mit Richtwerten:

  • Größe 1: 2 bis 5 kg (Bauchumfang 30 bis 41 cm)
  • Größe 2: 3 bis 6 kg (Bauchumfang 30 bis 48 cm)
  • Größe 3: 4 bis 9 kg (Bauchumfang 35 bis 56 cm)
  • Größe 4: 7 bis 17 kg (Bauchumfang 41 bis 62 cm)
  • Größe 5: 11 bis 20 kg (Bauchumfang 41 bis 62 cm)
  • Größe 6: 14 bis 25 kg (Bauchumfang 47 bis 64 cm)

Es ist auch wichtig zu beachten, dass einige Marken Windeln der Größe 0 für sehr kleine Frühchen entwickelt haben und anbieten. Und es gibt auch Windel-Pants in der Größe 7 für Babys über 20 Kilo.

Es ist ziemlich leicht festzustellen, wann euer Baby zu nächsthöheren Größe übergehen muss. Achtet zunächst darauf, wie oft Nässe aus seiner Windel austritt. Rote Abdrücke auf seinem Bauch oder seinen Oberschenkeln sind ebenfalls ein sicheres Zeichen, dass die Zeit für eine größere Windel gekommen ist.

Die Zusammensetzung der Windel

Euer kleiner Schatz und seine Haut brauchen auf jeden Fall eine unbedenkliche Windel. Die Zusammensetzung einer Bio-Windel ist mehr oder weniger die gleiche wie bei einer normalen Wegwerfwindel, natürlich mit einigen Ausnahmen! Wozu wäre sie sonst auch gut?

Zusammensetzung einer Wegwerfwindel

Wegwerfwindeln, egal ob „Öko“ oder nicht, bestehen alle aus zwei Hauptteilen: dem saugfähigen und dem wasserundurchlässigen Teil.

Der saugfähige Teil enthält:

  • Zellulose zur Absorption flüssiger und fester Stoffe
  • Superabsorber (SAP), eingeschlossen in Zellulose (also ohne direkten Kontakt mit dem Körper des Babys) zur besseren Absorption der Flüssigkeit, wobei die Windel aber dünn genug bleibt, damit das Baby toben kann
  • Ein Trockenvlies zum Einschluss von SAP und Zellulose

Herkömmliche Windeln enthalten oft auch eine Lotion (bestehend aus Vaseline auf Erdölbasis), um Reizungen des Babypopos zu begrenzen, und Duftstoffe, um Gerüche zu überdecken…

Der undurchlässige Teil besteht aus:

  • einer Plastikfolie, die die äußere Hülle der Windel darstellt
  • Eine Schutzbarriere gegen Nässeaustritt und ein Befestigungssystem
  • Gummibänder, die sich am Körper des Babys anliegen und gleichzeitig Stuhl und Urin effektiv festhalten
  • Farbstoffe für die lustigen Prints auf der Windel

Die Bestandteile einer Bio-Windel

Der Hauptunterschied zwischen Bio-Wegwerfwindeln und herkömmlichen Windeln besteht in ihren Komponenten. Um euch etwas genauer zu informieren, findet ihr nachfolgend eine Liste von Substanzen, die ihr in einer Wegwerfwindel unbedingt vermeiden solltet, um die Gefahren für euer Baby zu verringern:

  • Synthetische Öle, die bei Kontakt mit Wärme krebserregende Dioxine freisetzen
  • Substanzen, die von Natur aus in Erdöl vorkommen und nachgewiesenermaßen karzinogen sind
  • Duftstoffe, Chlor, Parabene, endokrine Disruptoren usw.

Ebenfalls wichtig zu wissen: Marken bzw. Hersteller sind leider nicht verpflichtet, die Bestandteile der Windeln auf der Verpackung deutlich zu kennzeichnen, sodass ein Produktvergleich oft sehr schwierig ist. Und durch die Veröffentlichung einer vernichtenden Studie der Zeitschrift „60 millions de consommateurs“ in Frankreich stellte sich heraus, dass viele Marken Windeln mit für Säuglinge und Kleinkinder toxischen Substanzen anbieten.

Das ist nicht gerade beruhigend… Denn diese Stoffe, die in einer Windel stecken, können Auswirkungen auf das Baby haben. Es trägt schließlich seine Windeln in den ersten drei Lebensjahren etwa 22 von 24 Stunden.

Allerdings braucht ihr jetzt auch nicht in Panik verfallen, denn viele Marken haben sich auf Komponenten konzentriert, die sowohl Babys als auch den Planeten viel besser schonen.

Die Bio- bzw. Öko-Windel besteht normalerweise aus:

  • biologisch abbaubaren Materialien
  • Bestandteilen aus ökologisch verantwortlichen Quellen
  • unbedenklichen und natürlichen Substanzen und Materialien

Wie sieht es mit der Umwelt aus?

Bio-Windeln sind besser für die Babyhaut, und das ist toll. Aber wie wirken sie sich auf die Umwelt aus?

Alles, was Sie über Wegwerfwindeln wissen müssen

Ob konventionell oder Bio, ob für die Nacht, beim Baden oder andere Gelegenheiten, eine Wegwerfwindel ist und bleibt eine Einwegwindel und trägt nicht zur Abfallvermeidung bei. Ein paar Dinge, die bei Wegwerfwindeln zu beachten sind:

  • Eine Windel ist weder wiederverwertbar noch kompostierbar: Einige ihrer Bestandteile sind biologisch abbaubar, aber eine vollständig biologisch abbaubare Wegwerfwindel gibt es noch nicht
  • Die Herstellung einer Wegwerfwindel ist energieintensiv (und verschlingt insbesonders viel Wasser und Strom)
  • Eine Windel, auch eine Bio-Windel, enthält Plastik

Die Bio-Windel, eine echte Alternative?

Ihr seid dennoch nicht bereit, euch auf das Abenteuer „Stoffwindel“ einzulassen? Aber ihr möchtet trotzdem etwas für den Umweltschutz tun? Das ist schön, und wir erklären euch gerne warum die Bio-Windel trotz allem eine umweltfreundliche Alternative ist.

Wie wir bereits gesehen haben, schont die Bio-Windel zunächst einmal das Gesäß eures Babys, weil sie aus natürlichen Materialien besteht und super gesund für seine Haut ist. Aber sie schont eben nicht nur die Babyhaut. Eine Bio-Windel verbessert im Vergleich zu einer herkömmlichen Wegwerfwindel durchaus eure persönliche Umweltbilanz durch:

  • Verwendung von Zellulose aus nachhaltiger Forstwirtschaft
  • Produktion der Windeln mit grüner Energie
  • Bevorzugung nachwachsender Materialien und erneuerbarer Energien
  • Verwendung GVO-freier Maisstärke
  • Keine Tierversuche etc.

Die Liste könnte noch länger sein, aber diese Beispiele machen deutlich, wie bedeutsam das Vorgehen der Hersteller von Bio- und Öko-Windeln ist. Natürlich wollt ihr das Beste für euer Baby. Mit der Bio-Windel schützt ihr sowohl sein kleines Gesäß als auch den Planeten, damit es in einer besseren Welt aufwachsen kann.

<b>Gut zu wissen</b>: Es gibt Monatsabonnements, die euch helfen, euer Windel-Budget im Griff zu behalten, und gleichzeit Windeln von hoher Qualität zu nutzen. Mit einem Abo von Little Big Change werden eure Windeln direkt zu euch nach Hause geliefert – und das zu einem erschwinglichen Preis pro Windel, die noch dazu schadstofffrei und umweltschonend ist. Na wenn das mal nicht überzeugt?