Zusammensetzung von Bio-Windeln

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Egal, ob bio oder nicht, Windeln bestehen immer aus zwei Teilen: Einem Saugkern aus Zellulose und mikrofeinen Saugperlen und einem flüssigkeitsundurchlässigen Teil aus Plastikmaterialien. Wie setzt sich also eine Bio- bzw. Öko-Windel zusammen? Was ist der Unterschied zwischen einem Öko-Modell und einer herkömmlichen Einwegwindel? Ist die Zusammensetzung von Bio-Windeln „sauberer“ als die von Einwegwindeln? Little Big Change erklärt euch die Zusammensetzung dieser Windelart und erklärt dir die Unterschiede, die es zwischen der Einwegwindel und der Bio-Windel gibt (oder nicht). Auf geht‘s!

Im Inneren der Babywindel gibt es …

Den Saugkern. Und wie der Name es schon sagt, ist das der Bestandteil, der die kleinen und großen Geschäfte eures zauberhaften kleinen Wunders aufsaugt.

Holzzellulose

Dieser Saugkern besteht aus Zellulose, einem Inhaltsstoff, der aus dem Wald stammt. Entgegen der allgemeinen Vorstellung besteht Zellulose nicht aus Baumwolle, sondern aus umgewandeltem Holz. Übrigens ist deine Windel bio, wenn die Zellulose aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern mit dem FSC-Label kommt. Während die Zellulose herkömmlicher Windeln mit Chlor gebleicht wird, entschieden sich die Hersteller von Bio-Windeln für einen anderen Ansatz und bleichen Zellulose mithilfe eines weniger aggressiven Verfahrens mit Sauerstoff.

Der Superabsorber (SAP)

Im Inneren der Zellulose befinden sich mikrofeine Perlen namens SAP. Das sind kleine Kügelchen, die die Flüssigkeit aufnehmen und diese in eine Art Paste umwandeln. Doch wozu dient der SAP? Das ist ganz einfach: Dank der Kügelchen bleibt so eine Windel ganz dünn und hilft dem Baby herumzutoben, ohne eine tonnenschwere Windel mit sich herumzuschleppen. Ist das nicht großartig? Ja, dieses technologische Wunder ist dank dem SAP möglich, der damit prahlen kann, dass er beim Kontakt mit Flüssigkeit bis zu 150 Mal sein eigenes Gewicht aufnehmen kann: Ideal für ausgiebige Pipigeschäfte! Doch diese Technologie hat auch einen gewaltigen Wehrmutstropfen: Aufgrund des SAP kann die Windel unter keinen Umständen kompostiert werden.

Keine Lotion und kein Duftstoff

In einigen Windelmodellen findet man eine ganze Menge Flüssigkeiten. Doch das Problem ist folgendes: Egal ob Parfums oder Lotionen, diese Produkte sind alles andere als ökologisch und könnten sogar gefährlich für das Baby sein. Die Lotion, die mit dem Babypo in Berührung kommt, um Windelausschlag zu mindern, wird mit Vaseline hergestellt, die auch Erdöl enthält. Auch wenn die Hersteller auf Transparenz setzen, kann es hier noch zu Missverständnissen kommen. Ebenso bei Duftstoffen! Sie überdecken die Gerüche von Urin und Stuhlgang sehr gut, aber sie sind nicht natürlich. Hier punkten die Bio-Windeln! Diese Windeln enthalten keinerlei Lotion oder Duftstoffe. Wesentlich ökologischer, oder?

Kurz gesagt …

Auch wenn eine Bio-Windel nicht vollständig biologisch zusammengesetzt ist, arbeiten ihre Hersteller daran, sie „sauberer“ und babyposchonender zu machen. Die Bio-Windel bemüht sich um natürliche Materialien, um Lotionen, Duftstoffe und andere Nebenprodukte der Petrochemie zu begrenzen. Ein kleiner Schritt für die Ökologie, ein großer Schritt für den Babypo.