Eine Windel wechseln: Wie wechselt man eine Babywindel?

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Windeln wechseln gehört für junge Eltern zum Alltag! Gewiss, an das Wickeln etwa alle 4 Stunden hat man sich schnell gewöhnt… Die erste Windel allerdings kann, wie alles, was man zum ersten Mal macht, ziemlich beängstigend sein, zumal nur wenige Babys mit Gebrauchsanleitung geliefert werden! Hier also ein paar Schritte auf dem Weg zum Wickelprofi…

Die 10 Gebote für den erfolgreichen Windelwechsel!

  1. Legt euer Baby auf den Wickeltisch: Denkt daran, seine Wechselkleidung, seine Windel und die Reinigungsartikel bereitzulegen, bevor ihr es auf den Tisch legt. Legen Sie es vorsichtig hin und wascht euch vor dem Wickeln immer die Hände.
  2. Den Body/ Strampler entfernen: Um den Babybody auszuziehen, neigt sein Becken leicht, statt die Beine anzuheben. Rollt seine Kleidung so weit auf, dass sie nicht schmutzig wird, wenn seine Windel voll ist.
  3. Die Windel öffnen: Öffnet die Klettverschlüsse der Windel und entdeckt die Überraschung, die euch erwartet… Tadam!
  4. Windel einrollen: Wenn die Windel sehr schmutzig ist, faltet ihr sie wieder zusammen; verwendet dabei den sauberen Teil vorne, um so viel Kot wie möglich vom Po des Babys zu entfernen.
  5. Schließt die verschmutzte Windel: Entfernt dann die verschmutzte Windel und schließt sie mit ihren Klettverschlüssen. So kann sie sich im Windeleimer/ Hausmüll nicht öffnen.
  6. Euer Baby sorgfältig reinigen: Wascht euer Baby mit einem in Reinigungsmilch oder Einreibemittel getränkten Wattebausch, einem Tuch oder einem Waschlappen. Denkt daran, jede Falte zu reinigen und dabei von der saubersten zur schmutzigsten Zone zu gehen, damit keine Bakterien in den Genitalbereich gelangen;
  7. Trocknet es durch Tupfen gründlich ab: Trocknet die Haut des Babys nach jedem Windelwechsel mit einem sauberen Handtuch ab. Nicht trockenrubbeln, da dies zu Irritationen führen kann. Sanft abtupfen. Geht dabei sorgsam vor, da Feuchtigkeit zu Rötungen und Windelausschlag führen kann;
  8. Bei Bedarf Creme auftragen: Wenn der Po des Babys leicht rot ist, tragt dann noch eine lindernde Wickelcreme auf.
  9. Eine neue Windel unter sein Gesäß legen: Entfaltet eine saubere Windel, wobei die Klettverschlüsse hinter seinem Gesäß auf dem Wickeltisch aufliegen sollten. Bei Jungs darauf achten, dass die Spritzpistole nach unten zeigt – ein geheimer Hebammentrick gegen auslaufende Windeln!
  10. Die Windel schließen und anpassen: Zum Schluss schließen und die Windel mit den Klettverschlüssen gut verschließen, ohne aber euer Kind einzuengen. Wir empfehlen, genügend Platz zu lassen, damit auf Nabelhöhe noch zwei Finger hindurchpassen.

Folgende Fehler vermeidet ihr:

Jetzt findet ihr euch unschlagbar als Babywickler? Nicht so schnell! Ein paar Windel-Fallen gibt es nämlich noch…

  1. Sich von dem Kind entfernen: Weil Babys dazu neigen, sich für Superman zu halten, brauchen sie oft nur wenige Sekunden, um vom Wickeltisch zu fliegen! Deshalb dürft ihr ihnen niemals den Rücken zukehren, nicht einmal für ein paar Sekunden. Wenn ihr ein Kleidungsstück oder ein Reinigungsprodukt vergessen habt, nehmt euer Kind auf den Arm, während ihr es holt. Sollte etwas anderes unvorhergesehens sein, dann das Baby einfach auf den Boden ablegen!
  2. Wickeln, wenn es gerade gegessen hat: Um Erbrechen zu vermeiden, solltet ihr warten, bis das Baby ein wenig verdaut hat, bevor ihr ihm eine neue Windel überzieht.
  3. Es vollständig ausziehen: Wenn ihr selbst auf die Toilette geht, zieht ihr euch ja auch nicht splitternackt aus, daher braucht ihr auch eurem Baby nicht alle Kleider auszuziehen, wenn ihr ihm die Windeln wechselt! Damit ihm nicht kalt wird, sollte es sein Oberteil anbehalten. Andererseits denkt daran, seine Socken auszuziehen, damit sie nicht schmutzig werden, wenn es sich viel bewegt.
  4. Vor dem Wickeln warten: Wartet widerrum auch nie zu lange, bevor ihr euer Kind wickelt. Kot kann schwere Hautreizungen verursachen, wenn er zu lange mit Babys Haut in Kontakt bleibt.